Was haben deutsches Brot und afrikanische Süßkartoffeln gemeinsam?

Mai 23, 2011 in Allgemeines, Backen rund um den Globus, Brot & Brötchen

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Exkursion ins Backstudio

Was haben deutsches Brot und afrikanische Süßkartoffeln gemeinsam?
Besuch aus Afrika bei Juchem in Eppelborn

Deutsches Brot und afrikanische Süßkartoffeln, beides gehört zu einem guten Frühstück, wenn auch in unterschiedlichen Kulturen. „Wie frühstücken die Menschen in der Welt?“, so lautet das Projektthema im zweiten Sprachkursmonat für fünfzehn Ingenieurinnen und Ingenieure aus dem südlichen Afrika, die sich zurzeit im Saarland aufhalten. Sie sind Teilnehmer des „International Leadership Trainings“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Zu dem Weiterbildungsprogramm, das zwölf Monate dauert, gehört auch ein Intensivkurs Deutsch am Carl Duisberg Centrum in Saarbrücken.

Die Gäste aus Namibia, Sambia, Tansania, Swasiland, Malawi und Sierra Leone (Westafrika) haben alle einen Hochschulabschluss und mehrjährige Berufserfahrung. Als Betriebswirte, Chemiker, Lebensmitteltechnologen, Biologe, Mikrobiologe, Hydrologe, Metall- und Maschinenbauingenieur arbeiten sie in Führungspositionen in innovativen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Forschungsinstituten und Ministerien, alle im Bereich Qualitätsmanagement.

In Begleitung ihrer Carl Duisberg-Dozentin Sabine Pfeiffer machten sie am 18. Mai eine Exkursion zur Juchem-Gruppe nach Eppelborn. Die Besichtigung begann mit einer Präsentation der verschiedenen Geschäftsbereiche des Unternehmens, das vor allem Grundstoffe für die Nahrungsmittelindustrie herstellt. Getreide, Fett und Ei, das sind die Kernbereiche, in denen Juchem tätig ist.

In einer regen Diskussion mit der Qualitätsmanagementbeauftragen Dorothee Walzhauer interessierten sie sich für die Managementsysteme der Firmengruppe, stellten Fragen zur Herkunft der Rohstoffe, zu Methoden der Qualitätskontrolle, den Anforderungen im Rahmen der Zertifizierungen, z. B. für den International Food Standard, und zum Thema „Nachhaltigkeit“.

Danach ging es in die Versuchsbäckerei, wo die Bäckermeister und Konditoren leckere Kostproben vorbereitet hatten: verschiedene Brotsorten, Brötchen und süße Gebäcke wie
Butterhörnchen und Rosinenbrötchen; Produkte, die bei Juchem entwickelt werden. Brot wird auch in den Ländern des südlichen Afrikas morgens gegessen, vor allem aus Weizenmehl, mit Butter und Honig, aber auch Cerealien verschiedenster Art, mit Joghurt oder Milch, sind beliebt. Bei uns jedoch unbekannt sind Süßkartoffeln oder Süßbananen zum Frühstück.

Verblüfft waren die Besucher darüber, dass es in Deutschland mehr als 500 verschiedene Brotsorten gibt. Die afrikanischen Gäste lernten das Urgetreide Dinkel kennen, den Juchem-
Mitarbeitern beschrieben sie Sorghum, eine Hirseart, die eines der wichtigsten Brotgetreide in Afrika ist.

Es war ein spannender interkultureller Austausch. Die Erfahrungen bei der Exkursion fließen in die Projektarbeit rund um unterschiedliche Frühstücksgewohnheiten ein.

Zu Ostern Festtagsbrote aus Hefeteig

April 17, 2011 in Allgemeines, Kuchen & Torten

© Fotolia.com

(aid) – Kränze, Nester, Zöpfe, Brezeln, Hasen, Lämmer oder Küken – Motivgebäcke sind zu Ostern für viele Genießer ein Muss. Sie sind mit ein wenig Geduld unkompliziert zu backen und erfreuen sich vor allem morgens beim Oster-Frühstück großer Beliebtheit. Aus einem Grundrezept für süßen Hefeteig lassen sich die figürlichen Darstellungen der Fruchtbarkeits- und Glücks-Symbole am besten formen.

Man benötigt dafür ein Kilogramm Mehl, 40 bis 50 Gramm frische Hefe, 100 Gramm Zucker, 100 Gramm Butter, 325 Milliliter Milch, eine Prise Salz sowie ein Ei (Zimmertemperatur). 750 Gramm des Mehls gibt man zunächst in eine große Schüssel und formt in der Mitte eine Vertiefung. In die Mulde bröselt man die Hefe und fügt einen Teelöffel Zucker hinzu. Anschließend erwärmt man die Milch bis sie handwarm ist. Etwa die Hälfte gibt man in die Mulde und verrührt die Hefe mit der Milch und ein wenig Mehl. Den so genannten “Hefe-Vorteig” muss man an einem warmen Ort etwa 10 bis 20 Minuten gehen lassen. Der Vorteig ist optimal, wenn er Blasen wirft.

Während der Teig geht, lässt man die Butter in dem Rest Milch langsam schmelzen. In den fertigen Vorteig gibt man das Milch-Butter-Gemisch, das Ei, Salz und Zucker dazu und knetet den Teig, bis er eine glatte Oberfläche hat. Der Hefeteig muss nun ein zweites Mal an einem warmen Ort rund 20 Minuten “gehen”. Wenn er sein Volumen nahezu verdoppelt hat, kann er geformt werden. Für einen Zopf teilt man die Teigmenge in drei gleich große Portionen und rollt sie zu gleich langen “Schlangen”. Die Stränge legt man nebeneinander, flechtet sie wie einen Zopf und drückt die Enden zusammen. Für einen Kranz oder ein Nest legt man einen rund ein Meter langen Zopf in Kreisform auf das gefettete Backblech.

Für Tiermotive ist es am einfachsten, sich eine Schablone aus Pappe auszuschneiden, die man auf den rund ein Zentimeter dick ausgerollten Teig legt. Als “Augen” dienen Rosinen oder Nüsse. Auch Hagelzucker eignet sich zum Verzieren. Damit die Brote besonders schön glänzen, kann man sie vor dem Backen mit etwas Wasser oder verquirlter Eiermilch bestreichen. Sinn- und Bildergebäcke aus Hefeteig sind ein hübsches Mitbringsel. Sie sind nicht nur lecker und verhältnismäßig kalorienarm, sondern auch ein hübscher Deko-Schmuck für den Ostertisch.

Eine Anleitung für den Umgang mit Hefeteig gibt es z. B. hier.

 

Über echten und falschen Bacon zum Frühstück

Oktober 30, 2010 in Allgemeines, Backen rund um den Globus

Kennt ihr schon Fool For Food, das sensationelle Blog von Claudia mit den tollsten Rezepten zum kochen und backen? Bestimmt. Falls nicht, werdet ihr nach dem ersten Besuch mit Sicherheit immer wieder vorbeischauen. Vor einiger Zeit absolvierte sie einen phantastischen 12-wöchigen Koch-Kurs in Irland über den sie auch regelmäßig gebloggt hat. Ich habe viele davon gelesen, aber ein Blogpost hat mich ganz wehmütig gemacht, ihr Bericht über : Irish Breakfast. Ein leckeres irisches oder auch englisches Frühstück ist doch etwas ganz besonderes. Kein Volk serviert in einem Frühstück wohl annähernd so viele Kalorien wie die Iren und die Engländer. Was nicht von sich aus schon fett ist, wird frittiert oder in Öl gebacken. Warum das so ist, hat Udo Pollmer in seinem Podcast aus der Reihe “Mahlzeit” bei Deutschlandradio Kultur verraten:

“Das Fett hat einen historischen Grund. Die englische Arbeitszeit war früher ganz anders als heute. Ein zweites Frühstück oder Jause zum Zwecke der vormittäglichen Kräftigung gab es nicht. Den Arbeitern wurde lediglich eine kurze Mittagspause zugestanden. Wer den Arbeitstag durchhalten wollte, musste morgens möglichst viel Fett in sich hineinstopfen. Und wenn dieses Fett noch dazu in schwerverdaulichen Zubereitungen genossen wurde, hielt das vor. Die Angestellten im Büro waren nicht unbedingt besser dran als die Schwerarbeiter. Denn im Büro schufteten sie im “verkürzten Arbeitstag” – und der ohne jede Pause, also auch Mittagspause. Mit Marmeladenbrötchen und fettreduzierter Margarine wäre das britische Empire sang- und klanglos untergegangen.”

Den ganzen Text findet ihr hier: Britische Bräuche im Visier

Wesentlich gesünder und kalorienärmer ist das, was Jim für seine kleine Tochter, ebenfalls als Bacon und Eggs zubereitet:

Jim´s Pancakes

Welche ausgefallene Pancakes Jim noch für seine Tochter kreiert hat findet ihr auf seiner Seite.

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