Mämmi, eine finnische Fastenspeise

April 4, 2012 in Allgemeines, Backen rund um den Globus

Foto: Karen Liller

Foto: Karen Liller

Die Wege, wie wir zu Kuchen und Süßspeisen für unsere Kategorie „Internationales” kommen, sind vielfältig. In diesem Fall bin ich bei Instagramm, einer App, mit der man Fotos auf Smartphones teilen kann, per Zufall auf eine ausgefallene Süßspeise gestoßen: Mämmi, eine finnische Spezialität.

Gepostet hat das Foto Karen Liller alias @karens_bakery, die mir freundlicherweise die Erlaubnis gegeben hat, es hier im Blog zu verwenden, da wir leider nicht mehr dazu kommen werden, es noch pünktlich vor Ostern zuzubereiten. Denn, die Zubereitung braucht viel Zeit und gegessen wird es traditionell an Karfreitag, dem höchsten Fastentag des Jahres. In früheren Jahren, als die Fastentradition noch streng ausgelegt wurde, durfte an diesem Tag nichts Warmes zubereitet werden. Daher wird Mämmi, eine Art Malzpudding, schon am Vortag gekocht und an Karfreitag kalt gegessen.

Vom Aussehen her ist Mämmi eher gewöhnungsbedürftig, es ist klebrig und auch der Geschmack ist wohl nicht so ganz jedermanns Sache, aber es ist DAS traditionelle Gericht der Finnen zu Karfreitag. Vielleicht habt ihr ja Lust und probiert es aus. Ein Rezept dafür findet ihr bei Chefkoch.de.

Rückblick: Die deutschen Mühlen auf der IGW 2012

Februar 13, 2012 in Allgemeines, Brot & Brötchen, Pizza & Herzhaftes

Ohne Mehl ist nichts gebacken:

Banner-Halle_VDM1©VDM

©VDM

Mit mehr als 420.000 Besuchern – d.h. täglich 42.000 (!)war die Internationale Grüne Woche auch in diesem Jahr wieder ein Riesenerfolg. Die Ausstellung in den Berliner Messehallen unter dem Funkturm ist Verbrauchermesse, internationales Agrarforum und zugleich großes Klassenzimmer: So wurden rund 100.000 Fachbesucher registriert, und 22.000 Schüler aus Berlin, Brandenburg und anderen Bundesländern haben ihren Unterricht für einen Tag auf die Grüne Woche verlegt.
Die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau findet jedes Jahr Ende Januar in Berlin statt. Mit dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) und dem Berliner Agrarministergipfel sowie einer Vielzahl von Veranstaltungen ist die Internationale Grüne Woche zugleich „das” Treffen des internationalen Agribusiness, quasi als „Davos der Agrarpolitik”.

Aha-Erlebnis „Mehlvielfalt”

Der Verband Deutscher Mühlen hat sich 2012 im zweiten Jahr in Folge mit einem eigenen Stand auf dem „ErlebnisBauernhof” engagiert. Diese Sonderschau wird von der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) organisiert und bietet eine Plattform für Unternehmen, Organisationen und Verbände aus der gesamten Land- und Ernährungswirtschaft. Wie die FNL berichtet, sind in diesem Jahr rund 300.000 Besucher auf den ErlebnisBauernhof gekommen.

Stand-Hofkenhaarbeck-Pressebild24-2©VDM

Bild: ©pressebild24.de

„Ohne Mehl ist nichts gebacken” lautete das Motto, unter dem am VDM-Stand Informationen zu Vielfalt, Typen und regionaler Herkunft der Mehle sowie zur Branche und zur Ausbildung in der Müllerei präsentiert wurden – mit einer zentralen Botschaft: Es gibt nicht nur „das eine” Mehl, sondern eine große Vielfalt von Mahlerzeugnissen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Die verschiedenen Qualitäten, Marken und Typen wurden eindrucksvoll im großen Mehlregal des VDM gezeigt – gefüllt mit 136 Kleinpackungen von Mehlen und Schroten sowie vielen weiteren Mahlerzeugnissen und Spezialprodukten aus allen deutschen Regionen.

Für diese große und bunte Präsentation in Sachen Mehlvielfalt hatten die VDM-Mitgliedsunternehmen gesorgt, die dafür eine breite Palette von Warenmustern zur Verfügung stellten.

So war das Mehlregal ein echter „Blickfang” für die Besucher des ErlebnisBauernhofs und Anknüpfungspunkt für Fragen und Gespräche rund ums Mehl. Praktisch jeder Besucher konnte ein Produkt aus „seiner” Region, von „seiner” Mühle oder von „seiner” Lieblingsmarke finden. Der Inhalt der ausgestellten Kleinpackungen repräsentierte mit 136 Kilogramm exakt den Jahresverbrauch an Mahlerzeugnissen eines durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalts in Deutschland: Ein echtes „Aha-Erlebnis” für die großen und kleinen Besucher des Messestands.

Plattform für fachlichen Gedankenaustausch

Stand-Grohewb-CDU-2©VDM

Bild: CDU-Bundesgeschäftsstelle

Ein „Hingucker” war das Regal der deutschen Mehlvielfalt aber nicht nur für Verbraucher und Schüler. Die Grüne Woche und insbesondere der ErlebnisBauernhof sind traditionell gleichermaßen ein Magnet für Politiker, die sich in Bund und Ländern mit Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz beschäftigen. Das Mehlregal konnte auch diesem Fachpublikum eindrucksvoll die Vielfalt und Bedeutung von Mahlerzeugnissen vor Augen führen.
Gleich zum Auftakt am Freitagmorgen war der Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter Führung seines Vorsitzenden Hans-Michael Goldmann zu Gast auf dem Mühlenstand. Auch wenn meist die Zeit knapp war im eng getakteten Fahrplan der prominenten Messebesucher, so lassen sich jedoch einige wichtige Themen benennen, die angesprochen wurden und teilweise in längeren Einzelgesprächen noch vertieft werden konnten: Vielfalt und Regionalität, Qualität und Wertschöpfung oder Gentechnik und Nulltoleranz.

Im Laufe der zehn Messetage hat eine Vielzahl von Vertretern aus Politik, Verwaltung und anderen Institutionen am Mühlenstand Station gemacht: Abgeordnete aus Bundestag und Länderparlamenten, Bundes- und Landesminister sowie weitere wichtige Entscheidungsträger. Diesen konnte beim Besuch am „Regal der Mehlvielfalt” wirkungsvoll und anschaulich gezeigt werden, dass die Mühlenwirtschaft mit ihren Produkten unverzichtbar ist. Zudem machten die VDM-Mitarbeiter in den Gesprächen am Stand auf dem ErlebnisBauernhof deutlich, dass die Mühlenbranche bei den Themen Qualität und Sicherheit eng mit den Partnern in der Lebensmittelkette zusammenarbeitet, die ebenfalls auf dem ErlebnisBauernhof präsent waren, wie z.B. in direkter Nachbarschaft der Landfrauenverband, das Bäckerhandwerk oder McDonald’s.

Beispielhaft seien hier einige aus der langen Liste der „politischen Besucher” namentlich genannt: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, die rheinland-pfälzische Agrarministerin Ulrike Höfken und ihre hessische Ministerkollegin Lucia Puttrich. Von Bündnis 90/Die Grünen kamen die Parlamentarische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke und Harald Ebner (MdB und Mitglied des Ernährungsausschusses) zu Gesprächen an den VDM-Stand.

Ernst Burgbacher, Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung und Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWiT, und sein BMELV-Amtskollege Gerd Müller informierten sich ebenso in Sachen Müllerei wie die FDP-Bundestagsabgeordneten mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle und der agrarpolitischen Sprecherin Christel Happach-Kasan an der Spitze.

Auch internationale Perspektiven waren Gesprächsthemen am Stand, wie z. B. beim Besuch von Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, im Dialog mit Albert Deß (MdEP), Agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, oder beim Gedankenaustausch mit dem am weitesten angereisten Standbesucher, dem afghanische Landwirtschaftminister Muhammad Asif Rahimi, der überraschend positiv auf die weitere Entwicklung in seinem Land geblickt hat.

Rest des Eintrags ansehen →

Granatapfel-Torte aus Tabriz

Februar 14, 2011 in Allgemeines, Backen rund um den Globus

Granatapfeltorte Copyright: Anette Klein

©Anette Klein: Granatapfeltorte

Immer wieder von Neuem begeistert sind wir von der unglaublichen Vielfalt an Kuchen, Keksen und Süßigkeiten im Iran. Jede Stadt hat ihre eigenen Spezialitäten. In Tabriz, im Norden des Landes, haben wir diese tolle Torte entdeckt. Sie sieht aus wie ein aufgeschnittener Granatapfel. Der Granatapfel hat (nicht nur) im Iran an eine große symbolische Bedeutung. Die außergewöhnliche Frucht wird auch in der persischen Küche verwendet, so kocht man z. B. zu besonderen Anlässen eine Granatapfelsuppe.

Gugelhupf als Pain perdu

April 26, 2010 in Allgemeines, Kuchen & Torten

© Sandra Willauer – Fotolia.com

Das Elsass ist nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern zu Recht auch für seine Koch- und Backkunst berühmt. Ein typisches elsässisches Backwerk ist der Gugelhupf richtiger der Kougelhopf, ein wunderbar zarter Hefeteig, angereichert mit Rosinen und mit ganzen Mandeln verziert.

 

Ein klassisches Grundrezept:

  • 60 g Rosinen
  • 1 Schnapsglas Kirschwasser
  • 200 ml  Milch
  • 500 g Mehl
  • 29 g Hefe
  • 150 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • ganze, geschälte Mandeln

Die Rosinen im Kirschwasser einweichen lassen. Die Hefe mit der Hälfte der Milch (leicht angewärmt) anrühren und mit dem Mehl zu einem Vorteig vermengen . An einem warmen Ort ca 20 Minuten gehen lassen. Die zweite Hälfte der Milch erwärmen und die Butter darin lösen. Zusammen mit dem Zucker, den Eiern, dem Salz und den Rosinen nebst Kirschwasser unter den Teig kneten und nochmals 20 Minuten abgedeckt gehen lassen bis der Teig das doppelte Volumen angenommen hat.*

Die Gugelhupfform einfetten und mit einer Mandel pro Rippe auslegen. Den Teig nochmals gut durchkneten und in die Form füllen.  Im vorgeheizten Backofen 45 Minuten backen lassen.

Ist dieses Gebäck schon absolut köstlich, so kann man es nach ein paar Tagen wenn der Gugelhupf schon ein bisschen zäh geworden ist in eine absolute Delikatesse verwandeln. Einfach die Reste in Scheiben schneiden und als “Pain perdu”, vergleichbar unseren “Armen Rittern” zubereiten.

Dazu benötigt man:

  • 2 Eier
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tasse Milch
  • 100 g Butter
  • 1/2 Tasse gemahlene Mandeln
  • Mark aus einer Vanilleschote

Zucker, Eier und Milch verrühren, Mark der Vanilleschote dazugeben, das Ganze in die Milch einrühren. Die Scheiben Gugelhupf für 10 Minuten darin einweichen, anschließend in den gemahlenen Mandeln wenden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die getränkten Gufelhupfscheiben goldgelb backen.

*Selbstverständlich kann man den Hefeteig auch ganz einfach mit unserer Backmischung zubereiten

Wir backen uns ein Esszimmer

März 23, 2010 in Kurioses & Netzfundstücke

Einer der schönsten Nebeneffekte des Internet ist, dass man immer wieder auf witzige und ausgefallene Dinge stösst, die einen wirklich verblüffen. Tische und Stühle z.B. nicht aus Holz zu fertigen sondern aus Sauerteig zu backen. Das folgende Video zeigt den Industriedesigner Enoc Armengol beim der Herstellung seiner 100% essbaren  Möbel. Das Ganze nennt er Panpaati. E A T I N G D E S I G N

Wem das Video anschauen zu lange dauert, hier 2 Fotos der fertigen Produkte

2u6gwzl

via Dressed like Machines

Pancake Day

Februar 16, 2010 in Allgemeines

 

© TNT Graphics - Fotolia.com

© TNT Graphics – Fotolia.com

Heute ist Pancake Day, so wird der Faschingsdienstag in England und in weiten Teilen von Nordamerika genannt. Der Tag vor Aschermittwoch und der Fastenzeit wurde traditionell dazu genutzt, sich den Bauch noch mal so richtig vollzuschlagen. Aber am Pancake Day werden nicht nur Pfannkuchen verspeist. Die bekannteste Aktivität ist das Pancake Day Race das in Olney, England und in Liberal, Kansas stattfindet und beim dem, mit Pfannen bewaffnete, Läuferinnen gegeneinander antreten. Der Brauch dieses Rennens geht übrigens mehr als 500 Jahre zurück, bis ins Jahr 1455 als eine Frau beim Pfannkuchen backen vom Läuten zur Messe überrascht wurde und mit Kittelschürze und Pfanne zur Kirche rannte. Daraus entwickelte sich in den folgenden Jahren eine Tradition, die sich bis zum heutigen Tage hält.

Rest des Eintrags ansehen →

Chokky Rocks

Februar 14, 2010 in Allgemeines, Cupcakes, Muffins & Co, Eure Rezepte

Chokky Rock, Bild: U.C.

 

Weil Fasching ist verkleiden wir heute einfach mal die Kekse und zwar als Känguru, denn so werden die köstlichen Chokky Rocks, die ursprünglich aus Australien stammen, auch genannt. Unsere treueste Leserin Ursula Currywurst hat uns ihr köstliches Rezept verraten (BTW, ich frage mich immer, warum diese Frau eine Currywurstbude betreibt, eine Konditorei würde viel besser zu ihr passen ;-) ).

Hier nun also das Rezept für die leckersten Kekse südlich von Bad Braeckeln an der Schlupe:

Zutaten:

250 gr. weiche Butter
180 gr. Zucker
1 Tütchen Vanillezucker
2 Eier – 350 gr. Mehl
1 gestr. TL Backpulver ***
5 Tassen Cornflakes (Ich habe Vollkorn-Flakes mit roten Früchten genommen)
100 gr. gehackte Schokolade (Ich habe Schokostreusel genommen) 125 gr. Rosinen

Zubereitung:
Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren.
Eier einzeln hinzugeben und gut verrühren.
Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach zu dem Butter/Zucker/Eier-Gemisch geben. Weiter rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.
Cornflakes, Rosinen und Schokoladenstreusel unterheben ( Ich habe dazu den Knethaken benutzt, weil es Schwerstarbeit ist) – Walnussgroße (eher etwas größer) Kugeln formen und im Abstand auf ein Backblech legen. (Ich hatte 16 Stück auf einem Blech) Ober/Unterhitze 180° C, gute 20 Minuten backen.
Ergibt ca. 50 Kekse

Ursula Currywurst

Ursula Currywurst

Galettes des Rois: Dreikönigskuchen

Januar 3, 2010 in Allgemeines, Saisonales

 © Tilio & Paolo - Fotolia.comAm Dreikönigstag, dem 6. Januar, wird in Frankreich traditionell der „Galette des Rois” gebacken oder gekauft. Von der Bezeichnung Galette darf man sich dabei aber nicht irre führen lassen, die ja normalerweise die bretonische Form der Crêpes bezeichnet, also eher einen Pfannkuchens als einen Kuchen darstellt. Der „Galette des Rois” ist in den meisten Fällen ein Kuchen aus Blätterteig, der wahlweise mit Äpfel oder Mandelcreme gefüllt sein kann.

 

Man findet ihn aber genauso häufig als Hefekuchen. Was aber in einem richtigen „Galette des Rois” nie fehlen darf ist das eingebackene Geschenk.So wie die heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar Geschenke mit zur Krippe gebracht haben, so verbirgt der „Galette des Rois” ein kleines Geschenk im Inneren. Bei diesem Geschenk „feve” genannt, handelt es sich meistens um eine kleine Figur aus Porzellan. Wer sie in seinem Stück findet, darf sich die Krone aufsetzen und ist König für einen Tag. Auch in der Schweiz gibt es eine Tradition des Dreikönigskuchens.

Mehr zum Brauch des „Galette des Rois” findet ihr im deutschen und im französischen Wikipedia.

Ein Rezept zum selber backen findet sich z.B bei Chefkoch.de oder bei Kochmix .
Wer den Kuchen nicht selbst backen möchte, kann ja bei Faboland vorbeischauen. Dort gibt es alle möglichen Arten mit vielen verschiedenen Figürchen zu kaufen. Von Comicfiguren bis zu historischen Figuren reicht die Themenpalette.