Pfingstmontag: Deutscher Mühlentag 2013 – mehr als tausend Mühlen laden ein

Mai 15, 2013 in Allgemeines, Brot & Brötchen, Das finden wir berichtenswert, Kuchen & Torten, Wissenswertes

Deutscher MuehlentagAuf Entdeckungsreise zwischen Tradition und Gegenwart

Bereits zum zwanzigsten Mal öffnen mehr als tausend Mühlen ihre Pforten und laden Neugierige zum Deutschen Mühlentag ein. Es gilt eine spannende Geschichte und eine ebenso spannende Gegenwart zu entdecken – in traditionellen und modernen Mühlenbetrieben.

Am Pfingstmontag besteht bundesweit Gelegenheit, auf Entdeckungsreise zu gehen: Zum 20. Deutschen Mühlentag am 20. Mai 2013 laden rund tausend Mühlen Groß und Klein zum „Tag der offenen Tür“ mit spannenden Aktionen ein. Dieses Jahr wird der Mühlentag in Hamburg an der Windmühle Johanna in Wilhelmsburg eröffnet. Schirmherr ist daher der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz.

Bei ihrem Pfingstausflug können Besucher vor Ort eine Menge über Mehl, Müller und Mühlen erfahren. So kann der Weg vom Korn zum Mehl und das Prinzip des Mahlens und Siebens in den Mühlen „live“ erfahren werden. Damals wie auch heute ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Grundsatz der Mühlenwirtschaft und Müller sind als „Energiemanager“ bekannt. Historische, aber auch viele moderne Mühlen setzen auf umweltfreundliche Wasser- und Windenergie zur Herstellung von Mehl und anderen Mahlerzeugnissen. Heutzutage sorgen zusätzlich Energiemanagementsysteme für einen hocheffizienten Ressourceneinsatz. Weiterhin gilt für die gesamte Branche das Prinzip der kurzen Transportwege, Mehl ist ein sehr regionales Produkt: 95 Prozent des in deutschen Mühlen vermahlenen Getreides kommen aus Deutschland und 82 Prozent der Mahlerzeugnisse werden in der Region ausgeliefert.

Infos zum Mühlentag und regional gegliederte Verzeichnisse der teilnehmenden Mühlen sind auf den Internetseiten der veranstaltenden Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde
und Mühlenerhaltung (DGM) zu finden: www.muehlen-dgm-ev.de. Wer nicht „live“ dabei sein kann, erfährt online unter www.muehlen.org Wissenswertes über Müller, Mahlerzeugnisse und die Mühlenbranche, z. B. im Kurzfilm: „Bestes aus deutschen Mühlen“.

Vom Feld auf den Teller: Mühlen und Mehl sind zentraler Teil der Ernährungskette 550 deutsche Mühlen vermahlen Jahr für Jahr acht Millionen Tonnen Weizen und Roggen. Ihre Mahlerzeugnisse – Mehl, Schrot, Kleie, Vollkornprodukte – sind die Grundlage für die unerreichte Vielfalt von Brot und Backwaren in Deutschland. Mit rund 6.000 Beschäftigten erwirtschaften die Mühlen einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro. Der Verband Deutscher Mühlen vertritt ihre Interessen.

Quelle: www.muehlen.org

Auch die Bettinger Mühle in Schmelz-Hüttersdorf /Saarland beteiligt sich mit einem bunten Programm für Groß und Klein an dem Mühlentag. Hier gibt es übrigens an jedem ersten Samstag im Monat leckeres Mühlenbrot aus dem Steinbackofen, gebacken aus Mehl von der Bliesmühle.

Mühlen sichern Qualität in schwieriger Lage

August 16, 2011 in Allgemeines

Getreideernte 2011: Deutliche Mengeneinbußen, schwankende Qualitäten und weiter hohe Preise

Quelle: "obs/VDM Verband Deutscher Mühlen"

Quelle: “obs/VDM Verband Deutscher Mühlen”

Berlin (ots) – Aus der diesjährigen Ernte wird den deutschen Mühlen nochmals weniger Brotgetreide zur Verfügung stehen. Die Qualitäten streuen stark, so dass die Mühlen großen Aufwand betreiben müssen, um geeignete Partien herauszufiltern. Die Getreidepreise bleiben hoch – auch angesichts zunehmender Flächenkonkurrenz durch Energiepflanzen. Diese Prognosen gab der Verband Deutscher Mühlen e. V. (VDM) auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin. Ein scharfer Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel und im Backgewerbe erschwert auskömmliche Preise für Mahlerzeugnisse. “Mehl ist viel mehr wert, als es derzeit kostet”, sagte der VDM-Vorsitzende Hans-Christoph Erling.

Nach einem langen Winter, einem zu trockenen Frühjahr und sehr wechselhaftem Wetter in der Ernte erwartet der VDM einen Rückgang der Getreideernte um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 41 Mio. Tonnen (2010: 44,0 Mio.). Davon werden voraussichtlich auf Weizen 22,5 Mio. Tonnen (23,8 Mio.) und auf Roggen höchstens 2,5 Mio. Tonnen (2,9 Mio.) entfallen. Die Mühlen sind konfrontiert mit starken regionalen Qualitätsschwankungen, enttäuschenden Proteingehalten und sinkenden Fallzahlen. Sie werden dennoch alles daran setzen, wie gewohnt Mehle und Schrote mit besten Backeigenschaften zu liefern, sagte Erling. Nach Preishöchstständen im Wirtschaftsjahr 2010/11 erwartet der Mühlenverband eine Seitwärtsbewegung der Getreidepreise auf hohem Niveau. Allerdings finden sich die hohen Rohstoffkosten nur unzureichend in den Mehlpreisen wieder (siehe Grafik).

Im Wirtschaftsjahr 2010/11 haben die 580 Mühlen in Deutschland 7,98 Mio. Tonnen Getreide vermahlen, ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (7,90 Mio. Tonnen). Daraus haben sie 6,44 Mio. Tonnen Mahlerzeugnisse hergestellt, 5,68 Mio. Tonnen Weizen- und 758.000 Tonnen Roggenmehl. Mit 562.000 Tonnen wurden zehn Prozent der Weizenmehle im Ausland abgesetzt, ein Beweis für die Wertschätzung deutscher Mahlerzeugnisse.

Rund 6.000 Beschäftigte erwirtschaften in den Mühlen einen Jahresumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro. Die Mühlen erweisen sich als verantwortungsvolle Arbeitgeber: “Wir haben in der Krise keine Arbeitsplätze abgebaut”, bilanzierte Erling. Handwerkliche und industrielle Mühlenbetriebe engagieren sich mit einer vorbildlichen Ausbildungsquote von fast 10 Prozent.

Kontakt:
Verband Deutscher Mühlen e. V.
Hauptgeschäftsführer Manfred Weizbauer
Telefon: 0228/97610-0
E-Mail: vdm@muehlen.org

Pressebüro
MediaCompany – Agentur für Kommunktation
Helmut Spörl
Telefon: 0228/90966-0
h.spoerl@mediacompany.com