Deutscher Mühlentag 2012

Mai 25, 2012 in Allgemeines

Wie in den Mühlen der Stoff für unser täglich Brot gemahlen wird, darauf sind die Deutschen auf dem Weg vom Korn zum Brot offenbar besonders neugierig: 76 Prozent möchten nach den Ergebnissen einer repräsentativen Meinungsumfrage gern einmal den Müllern bei einem „Tag der offenen Tür“ über die Schulter schauen.

Mehl und Müller „live“ beim Deutschen Mühlentag
Am Pfingstmontag (28. Mai) ist bundesweit Gelegenheit, diesen Wissensdurst zu stillen: Zum Deutschen Mühlentag 2012 öffnen mehr als tausend Mühlen ihre Pforten für Besucher. Bei einem Ausflug kann man so „live“ am Ort des Geschehens mehr über Mehle und Müller erfahren. Teilnehmende Mühlen in ganz Deutschland sind im geografisch gegliederten Internet-Verzeichnis der veranstaltenden Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) zu finden: www.muehlen-dgm-ev.de

Die meisten dieser “offenen Mühlen” sind zwar historische Wind- und Wassermühlen, aber auch viele gewerbliche Mühlen beteiligen sich an der bundesweiten Veranstaltung. So können die Besucher Tradition und Moderne dieses Wirtschaftszweiges „vor Ort“ kennen lernen: Wie unsere Müller das Getreide prüfen, sorgfältig reinigen und maßgeschneiderte Mehle in großer Vielfalt für Bäcker und Haushalte herstellen.

muhlentag2Typisch für Deutschland: Regionale Mehlvielfalt
Aktuell rückt beim diesjährigen Mühlentag neben dem kulturgeschichtlich-historischen Aspekt der Müllerei auch das aktuelle Thema „Regionale Mehlvielfalt“ in den Blickpunkt. Mit 24 verschiedenen Standard-Mahlerzeugnissen und einer großen Vielzahl weiterer Getreideprodukte schaffen unsere Mühlen die Grundlage für Genuss und Gesundheit. Diese Vielfalt von Qualitäten, Marken und Typen präsentierte der Verband Deutscher Mühlen eindrucksvoll in seinem großen Mehlregal anlässlich der Grünen Woche 2012 – gefüllt mit 150 Kleinpackungen von Mehlen und Schroten sowie vielen weiteren Mahlerzeugnissen und Spezialprodukten aus allen deutschen Regionen.

Die regional breit aufgestellte Mühlenwirtschaft in Deutschland sichert die tagtägliche Versorgung auf kurzen Wegen: Nach einer aktuellen Statistik werden 82 Prozent der Mahlerzeugnisse regional vermarktet. Fast zwei Drittel aller Mühlenprodukte finden ihren Weg zum Kunden im lokalen Nahbereich, d.h. in der unmittelbaren Umgebung bzw. im eigenen Bundesland. 18 Prozent der Mehle und Schrote liefern die Mühlen an Bäckereien und Lebensmittelhandel in ihrer Region. Rund ein Sechstel der hergestellten Mahlerzeugnisse wird überregional verwendet, wobei es sich überwiegend um bundesweite Markenprodukte oder landsmannschaftliche Spezialitäten handelt. Mehl aus dem Ausland spielt dagegen mit einem Anteil von einem Prozent praktisch keine Rolle.muhlentag11

Mühlen und Müller online besuchen – nicht nur am Deutschen Mühlentag
Alle diejenigen, die am Mühlentag keine Gelegenheit haben, die Müller live vor Ort zu erleben, haben jetzt die Möglichkeit zu einem virtuellen Besuch im Internet. Auf der Verbraucher-Website des Verbandes Deutscher Mühlen gibt es unter www.mein-mehl.de einen Kurzfilm „Bestes aus deutschen Mühlen in 3:27 Minuten“, der den Weg vom Getreide zum Mehl zeigt: zum spannenden Kurzbesuch einer „Mühle von heute“. Mit dem Fachmann von der Müllerschule und einem Azubi führen kurze Ausflüge auch in die moderne Berufswelt, die heute mehr von Hightech als von Kulturromantik geprägt ist. Ergänzend gibt es zu diesem Thema auf der Website ein aktuelles Radiointerview als Podcast zum Reinhören oder Herunterladen.

Vom Feld auf den Teller: Mühlen und Mehl sind zentraler Teil der Ernährungskette
550 mittelständisch geprägte Mühlen in Deutschland stellen jährlich aus acht Millionen Tonnen Weizen und Roggen vielfältige Mahlerzeugnisse – Mehl, Schrot, Kleie, Vollkornprodukte – her. Die Mühlenbranche erwirtschaftet mit rund 6.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro. Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) mit Sitz in Bonn vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Getreidemühlen.

Aachener Osterbrot (Poschweck)

April 3, 2012 in Allgemeines, Pizza & Herzhaftes, Variationen

Aachener Osterbrot (Poschweck)

Auf der Suche nach originellen Osterbackwerken, sind wir auf das Aachener Osterbrot gestoßen. Unsere Konditorin hat das Rezept mit unserer Backmischung für Hefeteig ausprobiert und lasst euch sagen:

Der Aachener Poschweck schmeckt auch im Saarland hervorragend, kein Krümel blieb davon übrig… Das Nachbacken für Ostern lohnt sich auf alle Fälle.  Und mit der Hefeteigbackmischung ist es auch für ungeübte Bäcker ganz einfach…

Aachener Osterbrot (Poschweck)

Sie benötigen:
1 Packung Juchem-Hefeteig-Backmischung
125 g Milch (handwarm)
50 g Butter (sehr weich)
1 Ei (Zimmertemperatur)
80 g Rosinen oder Sultaninen
80 g Nüsse (gehackt und geröstet)
80 g Würfelzucker (oder Hagelzucker)!
1 Ei verquirlt zum Bestreichen

Die Backmischung mit der Hefe in einer Rührschüssel vermischen. Die Milch, die Butter und das Ei dazugeben und gut verkneten.
Den Teig in der Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Die Rosinen, die Nüsse und den Würfelzucker in den Teig kneten. Zwei gleich große Stücke rund formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Etwas flach drücken und die Rosinen an der Oberfläche entfernen (werden beim Backen fest und schwarz).

Mit einem Tuch abdecken und noch einmal ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Die Teigstücke mit dem verquirlten Ei bestreichen und je nach Wunsch über Kreuz oder länglich ca. 0,5 cm tief einschneiden.

Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft im vorgeheizten Backofen ca. 35 – 40 Minuten backen.

Abkühlen lassen und – genießen!

Mutscheln in Nürtingen

März 17, 2011 in Allgemeines

Mutscheln

©AnetteKlein: Mutscheln

Vor kurzem war ich zu Besuch in der Nähe von Stuttgart.  Bei einem Spaziergang über einen netten Wochenmarkt in Nürtingen (von hier stammen übrigens Friedrich Hölderlin, Peter Härtling und - Harald Schmidt…) entdeckte ich an einem Stand mit Backwaren ein sternförmiges Gebäck aus Hefeteig, von dem ich noch nie gehört hatte:

Mutscheln.

Ein Blick ins Internet belehrte mich, dass es sich hierbei um eine regionale Spezialität, ein Gebildbrot mit acht Zacken und einem Kranz, handelt, für deren Entstehungsgeschichte es einige interessante Erklärungsversuche gibt: http://de.wikipedia.org/wiki/Mutschel.

In Reutlingen wird am Donnerstag nach dem Dreikönigstag, dem so genannten Mutscheltag,  in vielen Kneipen und Gaststätten sogar um die Mutscheln gewürfelt, sprich: gemutschelt. Eine nette Tradition.

Sicher haben einige Blogleser auch ein Rezept zum Backen dieser Mutscheln – her damit!
Das Gebäck lässt sich wahrscheinlich auch gut mit unserer Hefeteig-Backmischung backen…