Neben dem Bloggen von allerlei Süßspeisen und der ein oder anderen Bastelidee, gilt meine große Liebe ja der Lese- und Schreibwerkstatt.
Seit zehn Jahren lasse ich mir dort in meiner Freizeit allerlei einfallen, wie man Kinder und Jugendliche für die Welt der Bücher und Geschichten begeistern kann. Eine ganz besondere Aktion, die alle paar Monate stattfindet, heißt „Märchen der Welt“. Hier laden wir immer einen Muttersprachler zu uns in die Schreibwerkstatt ein. Dieser liest oder erzählt uns ein Märchen aus seinem Kulturkreis in seiner Landessprache (anschließend erzähle ich es dann noch einmal auf Deutsch). Daneben erfahren wir natürlich auch viel über das jeweilige Land. Die Kinder fragen viel und für sie ist es sehr faszinierend zu sehen, wie andere Menschen leben und auch wie sich die Märchen der einzelnen Länder doch oft auch sehr ähneln. Andere wiederum sind ganz fremdartig und exotisch für uns.
Aus der Geschichte gestalten wir immer ein Bilderbuchkino und daneben wollen wir das jeweilige Land auch kulinarisch erkunden.
Vor einigen Wochen hatten wir syrische Gäste in unserer Schreibwerkstatt die uns ein Märchen aus ihrer Heimat mitgebracht haben und in der Woche darauf dann auch mit uns syrische Leckereien in der Küche gezaubert haben. Mehr über diese Aktion findet ihr hier: klick.
Eines der Rezepte habe ich nun für euch im Gepäck. Diese syrische Knabberei lässt sich wunderbar in die Weihnachtsbäckerei integrieren. Die Kekse halten sich sehr lange und schmecken wunderbar.
Zutaten:
- 500 g Weizenmehl
- 1 Löffel Fenchelsamen
- 1 Löffel Kümmelsamen
- 1 Glas Sonnenblumenöl
- ½ Glas Puderzucker
- ½ Glas Wasser
- 1 Päckchen Backpulver
- 500 g Dattelpaste/masse (gibt es in türkischen Läden)
- 1 Löffel Zimt
Zum Dekorieren:
1 Eiweiß und Sesamkörner
So geht es:
Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Weizenmehl, Backpulver, Fenchel, Kümmel und Zucker vermischen.
Das Öl dazu gießen und alles zu einem Teig verkneten.
Eine halbe Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
In dieser Zeit die Hände mit etwas Öl bestreichen und den Zimt mit der Dattelpaste verkneten.
Teig und Dattelpaste jeweils ca. 1 cm dick ausrollen.
Dann die Dattelpaste auf den Teig legen und zusammen aufrollen.
Die Rolle in ca. 1 cm breite Stücke schneiden und diese mit dem Eiweiß bestreichen und mit Sesamkörnern bestreichen. Auf Backpapier legen und in den Ofen schieben. (Vorgeheizt auf 180° C Umluft)
Ca. 10-15 Minuten im Ofen backen. Auskühlen lassen und entweder sofort naschen oder in einer Metalldose mehrere Wochen an einem kühlen Ort aufbewahren.
Wer also seine Weihnachtsbäckerei in diesem Jahr mit einem Hauch Exotik verfeinern möchte, der findet mit diesem Rezept eine interessante Variante zu den üblichen Plätzchen die wir kennen.
Und wenn ich persönlich noch etwas (gerade im Hinblick auf die politischen Diskussionen momentan) hinzufügen darf: jeder Mensch hat seine eigene Weise mit dem Fremden oder dem Neuen umzugehen. Der eine lehnt es grundsätzlich ab, der andere lässt sich nur zögerlich auf Unbekanntes ein, wieder andere nehmen das Fremde mit offenen Armen auf.
Ich persönlich denke (nicht nur in kulinarischen Dingen), dass die Welt voller fremder und unbekannter Dinge ist, die uns vielleicht erst einmal zögern lassen. Doch ein Rat den ich meiner Tochter am Mittagstisch des Öftern mitgebe, sage ich auch an dieser Stelle: es schadet nicht, sich erst einmal auf eine neue Erfahrung einzulassen und dem Unbekannten eine Chance zu geben. Wer weiß, was wir sonst vielleicht verpassen würden?
Süße Grüße
Christine
Das Teig ausrollen gelingt immer, wenn man den Teig vorher ausreichend kühlt und dann auf einer bemehlten Fläche ausrollt. Wenn der Teig zu warm wird, noch einmal abkühlen. In der kalten Jahreszeit kann man das auf dem Balkon machen. Aber der Teig darf auch nicht zu kühl sein, sonst bricht er wenn man ihn Rollen will.
So…ich hab’s geschafft 🙂
Mehl: Wiener Griessler
zusätzlich: 2 EL Apfelmus – macht den Teig geschmeidiger
1 EL Rosenwasser
Zuerst mit den warmen Händen den Teig schon gut in Form drücken,
dann mit dem Silikon-Teigausroller auf die 1-cm-Stärke bringen.
Das Aufrollen mit der Dattelpaste ist schwierig, man muß halt immer mit den Händen Löcher stopfen
Wenn die Rolle aber einmal fertig ist, kann man das Ding durch hin-und her-rollen noch schön in Form bringen.
Ich hab 32 Stücke geschnitten !!
Maßeinheit „GLAS“: ich hab mich an der amerikanischen Einheit CUP = 250 ml orientiert.
Gutes Gelingen !
Schmeckt wirklich gut, aber Teig ausrollen war nicht möglich (mit und ohne Wasser)
Hab alles mit der Hand zusammengedrückt. Die Optik ist dann verheerend.
Bräuchte dringend einen Tip wie es denn tatsächlich funktioniert.
Sesam hab ich übrigens über die komplette Rollen gekippt (vor dem Schneiden).
Welchen Kümmel verwendet man denn
Ich denke >> SCHWARZKÜMMEL << , richtig ???
Und wie ist das mit dem Wasser ?
Wie groß ist das Glas ?
Hallo, Anfrage zur syrischen Knabberei: Wann wird wo das Wasser zugefügt und wieviel ml sind ein Glas?
Dankeschön
Oh, ich hatte mich so gefreut, dieses Rezept gefunden zu haben. Doch leider war es kein Erfolg 🙁
Der Teig war extrem krümelig und ließ sich nicht ausrollen. Im Rezept steht ein halbes Glas Wasser – aber ni ht, wann es zugefügt wird. Ich habe es zum Teig gegeben.
Gibt es einen Tipp, wie der Teig gelingen kann? Wo war der Fehler?