Zum Geburtstag habe ich von meiner Tochter eine „To-Do-Liste“ bekommen. Wirklich. Wobei nein, es stand „A Could Do List“ auf dem Umschlag. Und die Liste hat auch gar keine unangenehmen Sachen aufgelistet. Im Gegenteil, es waren jede Menge toller Rezepte, die sie für mich in den letzten Wochen gesammelt hat.
Da sie an meinem Geburtstag nicht zuhause war, habe ich eine WA bekommen:
Ist das nicht total süß? Ich hab mich wie ein kleines Mädchen gefühlt. So wie Lisa aus „Die Kinder aus Bullerbü“ an ihrem siebten Geburtstag. Die muss ihr Geschenk nämlich auch erst suchen gehen.
Ich hab‘ das Buch sehr geliebt. Das seht ihr ihm an, gell. Ich gehöre nämlich zu den Leuten, die immer die Schutzumschläge abmachen. Die heißen ja Schutzumschläge, deswegen schütze ich sie, damit sie keinen Schaden nehmen (ist noch jemand von euch so bescheuert wie ich?). Übrigens wollte ich als Kind auch immer Lisa heißen und dicke blonde Zöpfe haben. Hat aber leider nur für einen Kurzhaarschnitt gereicht und nur für einen Vornamen (das verzeihe ich meinen Eltern nie. Fünf Vornamen sollten es doch mindestens sein :-))
Aber ich schweife ab. Zurück zu Johannas Geschenk für mich. Im Umschlag waren die tollsten Rezepte und ungelogen, es war keins dabei, das ich nicht am liebsten sofort ausprobiert hätte. Wie es der Zufall oder die Fügung wollte, hatte ich Stachelbeeren im Kühlschrank und so war sofort klar, welchen Kuchen ich anrühren würde.
Und weil er so köstlich war und ich ihn am nächsten Tag gleich noch ein zweites Mal gebacken habe, will ich ihn gerne mit euch teilen. Bitte, nehmt euch ein Stück vom Geburtstagskuchen.
Zutaten
- 200 g weiche Butter
- 200 g brauner Zucker
- 4 Eier und 1 Eigelb
- 200 g Mehl Type 405
- 100 g Haferflockenmehl
- 75 g saure Sahne
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Vanille Paste
- 300 g Stachelbeeren
- 5 TL Muscovado-Zucker
Anleitung
- Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
- Die Butter schaumig rühren und den Zucker langsam dazurieseln lassen. Solange rühren bis Zucker und Butter sich verbunden haben.
- Eier und Eigelb verquirlen und schluckweise dazugeben. Immer warten bis die Portion aufgenommen ist.
- Die saure Sahne unterrühren.
- Mehl, Haferflockenmehl und Backpulver mischen und über den Teig sieben und unterheben. Dann die Vanillepaste dazugeben und unterrühren.
- 200 g Stachelbeeren abwiegen und unterheben.
- Den Teig in eine gefettete und gemehlte 20er Backform einfüllen und die restlichen Stachelbeeren auf der Oberfläche verteilen und mit dem Muscovadozucker* bestreuen.
- 55 - 60 Minuten backen. Nach 30 min die Form um die Hälfte drehen und den Kuchen mit Backpapier abdecken.
- Mit der Stäbchenprobe überprüfen, ob der Kuchen durch ist und ihn in der Form auskühlen lassen, dann auslösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
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- *Der Muscovadozucker ist es auch, der dem Kuchen ein etwas verbranntes Aussehen verleiht, aber er schmeckt himmlisch.
- Das Originalrezept sieht Demerara Zucker zum Bestreuen vor, aber Muscovado schmeckt auch wunderbar.
Ich gebe es zu, er ist keine Schönheit, aber seine inneren Werte… Also ich lasse dafür jede aufgemotzte Torte stehen.
Danke mein Schatz für diese wundervolle Idee. Das Rezept stammt übrigens aus der britischen Zeitung: the simple things. Und nun kommt der absolute Witz. Sie haben genau dieses Rezept an meinem Geburtstag auf ihrem Blog veröffentlicht. Schon witzig, oder?
Herzliche Grüße

Backschwester Andrea mit Johanna, ein paar Tage vor dem Geburtstag
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Eine schöne Mutter – Tochter – Geschichte…
Und den Kuchen werde ich mal nachbacken, könnte ihn mir auch mit roten Johannisbeeren vorstellen.(Die „Droschele“ sind alle abgeerntet!)
… Ein wunderschönes, strahlendes Mutter – Tochter – Bild….
Liebe Grüße
Marlene
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