Ihr dachtet, die Backschwestern könnten nur Kuchen backen bzw. hätten nur Backmischungen für Süßes? Na, wenn ihr euch da mal nicht täuscht. Wie viele von euch wissen ist die Grundlage für unsere Backmischungen ja das Mehl aus unseren Mühlen. Und das schon seit fast 100 Jahren. Seit 97, um ganz genau zu sein. In der Zeit der Gründung war es natürlich am allerwichtigsten ein gutes Mehl für gutes Brot zu mahlen. Kuchen kam damals erst an zweiter Stelle.

Wir haben also ganz viel Erfahrung, wie man gutes Mehl mahlt. Und wer meint, das sei einfach: Weizen (oder Roggen oder Dinkel) oben in die Mühle rein, einmal über die Walze gejagt und unten kommt das fertige Mehl raus, der oder die hat sich natürlich getäuscht. Euch als ernährungsbewussten Leserinnen und Lesern ist das natürlich vollkommen klar. Aber wie so eine Mühle wirklich funktioniert, habt ihr euch darum schon einmal wirklich Gedanken gemacht?

Bei Führungen bekommen wir so gut wie immer Rückmeldungen, dass man es sich nicht so spannend und technisch und kompliziert vorgestellt hätte. Das Bild vom Säcke schleppenden Müller ist einfach zu tief drin im kollektiven Gedächtnis. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass wir solche Schwierigkeiten haben, Auszubildende für den Beruf des Müllers/der Müllerin (ja, wir haben auch schon 3 Frauen ausgebildet) zu finden. Ach so, das heißt ja heute gar nicht mehr Müller, denn auch die Bezeichnung wird dem Beruf nicht gerecht. Heute heißt es: “Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Getreidewirtschaft”. Verfahrenstechnologe, das hört sich doch schon ganz anders an. Mehr zum Beruf findet ihr hier: klick. Und was in der Mühle so abläuft, bis schließlich das gute Mehl im 1 kg-Päckchen für den Haushalt oder im 20 Tonnen-LKW für die Lebensmittelindustrie landet, das könnt ihr hier nachlesen: klick.

Soweit der klitzekleine Ausflug zum Thema Mühle, Müller und Mehl.

Die Backschwestern machen also auch Brotbackmischungen. In unserer Backstuben beschäftigen sich zwei Bäckermeister damit, für Bäckereien schmackhafte Brotvarianten zu entwickeln und auch gelingsichere Backmischungen für den Endverbraucher.

Und eine davon möchten wir euch heute ganz besonders ans Herz legen: unsere Backmischung für Dinkel-Vollkornbrot. Denn genau diese Sorte Brot hat  das Deutsche Brotinstitut zum Brot des Jahres 2018 gekürt. Aus der Begründung:

Dinkel verfügt als Getreideart über eine rund 8.000 Jahre alte Tradition. Hildegard von Bingen hat im Mittelalter den Dinkel als „das beste Getreidekorn“ empfohlen und ihm vielfältige positive Wirkungen zugeschrieben. Nach einem Rückgang des Anbaus im 20. Jahrhundert erlebte der Dinkel eine Renaissance, nicht zuletzt aufgrund der Sehnsucht der Menschen nach ursprünglichen Ernährungsformen, die u. a. zur verstärkten Nachfrage nach sogenannten Urgetreidearten führt.

Aber, gutes Dinkelbrot zu backen hat so einige Tücken wie es in der Pressemitteilung des Deutschen Brotinstituts weiter ausgeführt wird :

„Dinkel-Vollkornbrot ist in der Herstellung höchst anspruchsvoll“, so Michael Wippler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. „Der Dinkel stellt sowohl den Landwirt als auch den Müller und den Bäcker vor Herausforderungen, die nur mit guter fachlicher Kompetenz zu bewältigen sind.“

Ja, davon können wir ein Lied singen. Damit wir guten Dinkel bekommen, haben wir übrigens den Anbau des Dinkels im Saarland gefördert und mahlen unser Saarland-Dinkelmehl rein aus Dinkel aus saarländischem Anbau. Und wir kennen jeden saarländischen Bauern, der uns Getreide liefert, noch persönlich. Manche wirklich schon seit drei Generationen. Welche Bauern uns mit Getreide beliefern, dass könnt ihr auf unserer Seite Saarlandmehl nachlesen.

Was so schwierig am Backen mit Dinkel ist, wird hier sehr gut beschrieben:

Weil Dinkel zum Trockenbacken neigt, setzt der Bäcker vor der Herstellung ein sogenanntes Quellstück oder Kochstück an: Er überbrüht einen Teil des gemahlenen Dinkels vorab mit heißem Wasser oder kocht diesen mit Wasser auf. Oft kommen zusätzlich auch sogenannte Vorteige zum Einsatz…

Ihr seht, wirklich gar nicht so einfach, so ein Dinkel-Vollkornbrot. Und weil es nicht so einfach ist, haben wir daran getüftelt, auch für Hobbybäcker/innen eine gute und gelingsichere Mischung zu kreieren. Dass uns das gelungen ist, zeigen die begeisterten Reaktionen unserer Kunden und Kundinnen und die Bewertungen hier auf unserer Seite.

Für uns ist Dinkel-Vollkornbrot definitiv das Brot des Jahres – nicht nur 2018.