Preise für Brotgetreide extrem hoch

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Preise für Brotgetreide extrem hoch

Bonn, 26. Juli 2012. Mahlweizen wird in Hamburg aktuell mit 270 bis 286 Euro je Tonne gehandelt, Brotroggen mit 245 Euro. Auch an den anderen deutschen Produktenbörsen befinden sich die Brotgetreidepreise auf Rekordniveau: So hoch haben die Notierungen vor einer Getreideernte noch nicht gestartet. „Im Vergleich zum Dezember 2011 hat sich der Brotweizeneinkauf für die Mühlen um rund 70 Euro verteuert“, wie der Verband Deutscher  Mühlen (VDM) heute in Bonn konstatiert. Auch die Roggenpreise befinden sich im Schlepptau des Weizens auf Spitzenniveau. Vor zwei Jahren hat Brotroggen noch gut 100 Euro weniger gekostet.

Grund für diese Preisentwicklung ist, dass weltweit die Ernten nicht mehr die ständig steigende Nachfrage nach Getreide und Getreideerzeugnissen decken. In weiten Teilen der USA herrscht aktuell eine der schlimmsten Dürren seit Jahrzehnten. In wichtigen europäischen Anbauregionen haben extreme Fröste zu Auswinterungsschäden geführt, und die ausgeprägte Trockenheit im Frühjahr hat den Weizenbeständen zugesetzt. Diese Marktentwicklung wird durch die hohen Notierungen an der europäischen Warenterminbörse Matif in Paris unterstrichen. In Deutschland hat der niederschlagreiche Sommer die Abreife des Getreides verzögert. Es bleibe zu hoffen, so der VDM, dass das Wetter ein zügiges Einbringen des Getreides ermöglicht und sich die Beeinträchtigungen auf Qualität und Quantität in Grenzen halten. Höherer Aufwand, z. B. zur Getreidetrocknung, dürfte aber vielfach unvermeidlich sein.

„Hoffentlich wächst mit den höheren Getreidepreisen auch die Wertschätzung für die daraus hergestellten Lebensmittel. Das gilt insbesondere für Getreide, Mehl und Brot, unsere Nahrungsmittel Nummer Eins“, betont Manfred Weizbauer, Hauptgeschäftsführer des VDM.

Vom Feld auf den Teller: Mühlen und Mehl sind zentraler Teil der Ernährungskette.
550 deutsche Mühlen vermahlen Jahr für Jahr rund acht Millionen Tonnen Weizen und Roggen. Ihre Mahlerzeugnisse – Mehl, Schrot, Kleie, Vollkornprodukte – sind die Grundlage für die unerreichte Vielfalt von Brot und Backwaren in Deutschland. Mit rund 6.000 Beschäftigten erwirtschaften die Mühlen einen Jahresumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro. Der Verband Deutscher Mühlen mit Sitz in Bonn und Büro in Berlin vertritt ihre Interessen.

Quelle: Verband Deutscher Mühlen

2017-05-21T00:39:41+00:0020.08.2012|Aus unserem Unternehmen, Rohstoffe & Zutaten|

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