Donuts vom Blech oder wie aus einem Backunfall ein Lieblingsdessert wurde

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Donuts vom Blech oder wie aus einem Backunfall ein Lieblingsdessert wurde

Kekskrümel und Kuchenduft Logo

Und hier kommt sie, meine erste Kolumne für die Backschwestern. In der Vorstellung hatte ich euch ja erzählt, dass es einen kleinen Backunfall gegeben hat und das kam so:

 

Natürlich wollte ich etwas besonders Hübsches für euch mitbringen, so zum Kennenlernen. Leckere Donuts vom Blech sollten es werden. Mit Schokolade verziert und rosa Candymelts und Herzen versehen (ist ja bald Valentinstag). Die Grundlage sollte ein Mohn-Marzipankuchenteig bilden.

Donuts

Also hab ich fix den Teig angerührt, ein wenig Apfelkompott hinzugefügt, und das Ganze in die leicht gefettete Donutsform gefüllt. Nach kürzester Zeit erfüllte ein Duft die ganze Küche und wir warteten gespannt auf unsere Donuts. Sie rochen verführerisch, sie sahen wundervoll aus und… sie bewegten sich keinen Zentimeter aus der Backform heraus. Ich hätte besser fetten und dazu auch noch mehlen müssen.

Ein Berg herausgekratzer (dafür aber wirklich leckerer) Krümel war das Ergebnis. Zwei kleine Donuts hatten das Massaker formvollendet überstanden. Der Rest: da war nix mehr zu retten. Dafür ging es ans Improvisieren. Denn ich wollte ja nicht nur die Kolumne mit den Donuts füllen, sondern auch die Bäuche von Freunden, mit denen wir mittags verabredet waren. Blick in den Kühlschrank: Quark war drin, griechischer Joghurt, in der Tiefkühltruhe gab es noch einen Beutel Himbeeren und so entstand nun eines der leckersten Desserts, die es bei mir in den letzten Monaten gab:

Aus Donutskrümeln, pürierten Himbeeren und dem Quark-Joghurtgemisch entstand ein feines Tiramisu. Und das konnte ich dann gerade noch schnell für euch fotografieren bis es dann ratzfatz in hungrigen Bäuchen verschwand.

Und damit sag ich: Willkommen in meiner Chaosküche, hier schreibt das Leben!

 

Die süßesten Grüße

Christine

 

Für euch nun das Tiramisurezept sowie das Rezept für die Donuts (denn haltet ihr euch ans Rezept und ans Mehlen, dann klappt es auch mit den Donuts) – die Teigmenge reicht bei den Donuts zudem noch für ca. 3-4 Muffins.

 

Himbeer-Tiramisu mit Mohn-Marzipan-Boden

Tiramisu

Zutaten:

Für den Kuchen:

  • Eine Backmischung Mohn-Marzipan-Kuchen
  • 150 g Butter
  • 3 Eier (Größe M)
  • 50 ml Milch
  • 2 EL Apfelkompott
  • Für den Belag:
  • 500 g TK-Himbeeren
  • 4 EL Apfelsaft
  • 500 g Quark
  • 300 g griechischer Joghurt
  • 1 P Vanillezucker
  • Evt. etwas Puderzucker
  • Schokoherzen
  • Zuckerherzen (z.B. von Städter)

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Heizt den Ofen auf 160° C Umluft vor und fettet und mehlt eine Kuchenform (z.B. eine Kastenform 25 cm) gut ein. (Ihr müsst ja nicht den Umweg über das Donutsblech wählen)

Gebt die Backmischung, die darin enthaltene Marzipanfüllung sowie die weiche Butter, das Ei, Milch und Apfelkompott in eine Rührschüssel und verrührt das Ganze ca. 4 Minuten lang mit dem elektrischen Handrührgerät bis ihr einen glatten Teig habt.

Nun füllt ihr den Teig in die Kuchenform.

Gebt alles in den Ofen und backt den Kuchen ca 55 – 60 Minuten – so lang bis er goldbraun ist.

Nach 15 Minuten Backzeit schneidet ihr den Kuchen in der Mitte ca. 1 cm tief ein.

Nach dem Backen Kuchen recht zügig aus der Kastenform lösen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Ca. die Hälfte bis ¾ des Kuchens werden nun zerkrümelt und in eine Auflaufform füllen (meine ist 35 mal 23 cm groß). Mit etwas Apfelsaft beträufeln und fest andrücken.

TK-Himbeeren etwas antauen lassen und bis auf ca. zehn Stück mit dem Pürierstab fein pürieren (wer die Körner nicht mag, passiert die Masse durch ein feines Sieb). Masse auf die Krümel streichen.

Aus Quark, Joghurt, Vanillezucker (wer es süß mag, nimmt zusätzlich noch Puderzucker) wird eine cremige Masse angerührt, die dann auf den Himbeeren verteilt wird.

Mit einem Zahnstocher kann man nun einige rote Himbeerwirbel in die Quarkmasse rühren.

Einige Stunden (am besten über Nacht) kalt stellen und mit den restlichen Himbeeren sowie den Schoko- und Zuckerherzen verzieren.

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Mohn-Marzipan-Donuts

Donuts

Ihr braucht:

 

Für die Glasur und Verzierung:

Donuts

So geht es:

Heizt den Ofen auf 160° C Umluft vor und fettet (und mehlt ) das Donutsblech (z. B. von Städter) gut ein. Zum Fetten nehme ich gerne Backtrennspray.

Gebt die Backmischung, die darin enthaltene Marzipanfüllung sowie die weiche Butter, das Ei, Milch und Apfelkompott in eine Rührschüssel und verrührt das Ganze ca. 4 Minuten lang mit dem elektrischen Handrührgerät bis ihr einen glatten Teig habt.

Nun füllt ihr den Teig zu ca. der Hälfte in die Vertiefungen der Donutsform (höchstens zu ¾, denn der Teig geht noch ein ganzes Stück auf).

Aus dem restlichen Teig lassen sich ca. 3-4 Muffins backen.

Gebt alles in den Ofen und backt die Donuts ca. 20 Minuten lang bis sie goldbraun sind.

Kurz abkühlen lassen und aus der Form auf ein Kuchengitter stürzen, vollständig auskühlen lassen.

Kuvertüre über dem Wasserbad erwärmen und Candymelts in einem zweiten Topf ebenfalls über einem Wasserbad schmelzen.

Tipp: wenn die Candymelts eher zäh bzw. dickflüssig schmelzen, dann gebt ein wenig Palmin soft hinzu und rührt es gut ein, dann wird die Masse geschmeidiger.

Donuts erst in die Zartbitterkuvertüre tauchen und etwas antrocknen lassen, dann mit dem Löffel etwas von den geschmolzenen Candymelts aufnehmen und durch schnelles Hin- und Herbewegen über den Donuts verteilen – so bekommt ihr die zarten Streifen hin.

Auch hier noch ein Tipp: tragt nicht zu viel von den Candymelts auf, da sie sonst den Geschmack des Teigs überdecken – sie sollen hier eher als farblicher Akzent zu sehen sein.

Auf die noch feuchte Schokolade könnt ihr nun noch einige Zuckerherzen streuen.

Solltet ihr die Donuts am Valentinstag (oder zu einer anderen Gelegenheit) verschenken wollen, kann man sie auch hübsch einpacken, z.B. mit etwas Zellophan.

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Verwendete Produkte aus dem Naschwerk*:

* Im Internet Shop erhältliche Produkte sind verlinkt

 

 

 

2017-05-21T00:22:22+00:00 01.02.2015|Allgemeines, BlognachbarInnen, Kolumne|

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4 Kommentare

  1. Stefan 19. Mai 2016 um 20:44 Uhr - Antworten

    Sieht sehr lecker aus!!! Muss ich gleich testen!!

  2. […] Mal ging alles wunderbar glatt über die Bühne, meinen Einstieg habe ich allerdings vollkommen vergeigt. Weil aber selten etwas so schlecht im Leben ist, dass man […]

  3. Krümelmonster 19. Februar 2015 um 13:13 Uhr - Antworten

    Schade, dass das Rezept mit Backmischung ist, das ist so gar nicht meins. Sieht aber trotzdem sehr lecker aus!

    • Andrea Juchem 19. Februar 2015 um 15:28 Uhr - Antworten

      Hallo Krümelmonster,

      so richtuig tolle Bäckerinnen backen natürlich am liebsten nach eigenen Rezepten schon klar. Aber nachdem die Backschwestern ja aber eine kleine feine Backmischungsmanufaktur haben, nutzen wir und unsere Kolumnenschreiberin Christine natürlich am liebsten unsere eigenen Produkte. Und unsere Mohn-Marzipan-Backmischung ist ganz besonders lecker.

      Aber das Rezept kannst du ganz sicher auch mit einem “normalen” Rührkuchen machen.

      Viel Spaß beim nachbacken.

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