Mamas Rezepte: Die Malakoff-Torte

Mamas Rezepte: Die Malakoff-Torte

Malakoff Torte Ananas

Habt ihr schon mal von der Malakoff-Torte gehört? Die Torte kommt aus Österreich, der Name klingt russisch, das hat mich neugierig gemacht und ich hab mich auf die Suche begeben woher der Name stammt. Fündig wurde ich beim Wissensforum Backwaren:

Entscheidend in der Schlacht um Sewastopol war die Eroberung des Fort Malakow am 8. 9. 1855 durch die französischen Truppen unter General Pélissier

[2, 3], weshalb dieser nach seiner Rückkehr nach Frankreich 1856 von Kaiser Napoleon III. zum Duc de Malakoff (= Herzog von Malakow) ernannt und zu seiner Ehre auch die Malakoff-Torte kreiert wurde.

Eine Torte mit blutrünstiger Vergangenheit also.

Meine Erinnerungen daran sind glücklicherweise alles andere als blutrünstig. Wenn früher ein ganz großes Fest anstand, wie ein runder Geburtstag oder eine Kommunion, dann hat meine Mama immer diese ganz besondere Torte „gebacken“. Keine Ahnung, warum es sie nur an hohen Festtagen gab, denn weder ist sie schwer zu machen, noch besonders viel Aufwand. Aber eins ist sie ganz sicher: ungeheuer lecker.

Das Grundrezept von meiner Mama habe ich ganz leicht abgewandelt und stelle es euch hier vor:

Rezept Bewerten
26 Bewertungen
Zutaten
  • 600 g gezuckerte Löffelbiskuits
  • 1 Dose Ananas
    Für die Creme:
  • 1/4 l Milch
  • 2 Eier Größe L oder 3 Eier Größe M
  • 120 g Puderzucker
  • 1 Vanillestange
  • 20 g Stärke
  • 250 g Butter
  • 100 g geriebene Mandeln
  • 7 EL Rum
    Zur Garnierung
  • 1 Becher Schlagsahne
  • Zubehör:
  • Topf und Schüssel für Wasserbad
  • 26er Springform
Zubereitung
  • Die Ananasstücke oder Scheiben (ihr könnt beides nehmen) gut abtropfen lassen.
    Die Creme
  • Milch und Eier gut verrühren.
  • Den Puderzucker dazugeben.
  • Das Mark aus der Vanillestange auskratzen und zur Mischung geben, inkl. der Vanillestange.
  • Die Stärke dazugeben.
  • Das Ganze über einem Wasserbad so lange rühren bis es steif wird.
  • Mit Klarsichtfolie abdecken und kühl stellen.
  • Die Butter schaumig rühren und die geriebenen Mandeln dazugeben.
  • Wenn die Creme erkaltet ist löffelweise abwechselnd Creme und Rum unter die Butter ziehen.
    Die Torte:
  • Den Boden einer 26er Springform mit Löffelbsikuits bedecken.
  • Die Löffelbiskuits mit Creme bestreichen und Ananas daraufgeben.
  • Wiederholen bis zum Rand der Form. Die oberste Schicht sollten Löffelbsikuits sein.
  • 3- 4 Tage kalt stellen.
  • Vor dem Servieren die Torte mit Sahne und Ananas verzieren.
  • Ich habe zusätzlich zur Sahne noch Piña-Colada-Curd zum verzieren genommen und den Ananas-Rum-Geschmack noch ein wenig aufgepeppt.
Hinweis:

Die Torte muss 3 - 4 Tage durchziehen, daher rechtzeitig beginnen. Schwierigkeitslevel: einfach

https://backschwestern.de/2016/06/13/mamas-rezepte-die-malakoff-torte/

Malakoff Torte Ananas

 

Und nun verratet mir: gab es bei euch zuhause auch Kuchen, der nur zu ganz bestimmten Gelegenheiten auf den Kaffeetisch kam?

Über den Autor:

4 Comments

  1. Ayna 7. Januar 2017 um 9:55 Uhr - Antworten

    Ich liebe Torten aber leider bekomme ich es nie richtig hin. Werde es aber dank ihren Rezept noch mal ausprobieren. Danke.

  2. Marlene 14. Juni 2016 um 19:53 Uhr - Antworten

    Meine Mama hat für besondere Anlässe immer Frankfurter Kranz oder Baumstamm gebacken.
    Das war immer etwas besonderes.
    Ich habe diese Kunst leider nicht fortgerührt. Noch nicht ?. Kann ja noch kommen.

  3. Annina 13. Juni 2016 um 16:27 Uhr - Antworten

    Als ich Kind war gab es bei uns zu Feierlichkeiten Malakoff-Torte. Ohne Ananas und Creme. Die Löffelbisquits wurden in Kaffee und Alkohol (Rum? Kognak? Keine Ahnung …) getränkt und mit Sahne geschichtet. Ja und wir Kinder durften damals davon essen … ??. Diese Variante klingt kinderfreundlicher und auch sehr lecker 😉

    Der Post zur Malakoff-Torte war auf jeden Fall eine schöne Kindheitserinnerung 🙂

    • Andrea Juchem 13. Juni 2016 um 16:28 Uhr - Antworten

      Das ist ja total interessant. Ja ich denke die Meisten hatten da wohl ihr eigenes, leicht abgewandeltes Rezept.

Hinterlassen Sie einen Kommentar