Baiser-Roulade mit Cassis-Curd, die würde auch Schimanski umhauen.

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Baiser-Roulade mit Cassis-Curd, die würde auch Schimanski umhauen.

Süß und sauer und zart und knackig, all das in einem Kuchen und so, dass es sich im Mund zu einer perfekten Harmonie verbindet – das alles kredenzen wir euch heute in diesem Rezept für unsere Baiser-Roulade mit Cassis-Curd.

Schon ganz ganz lange wollte ich diese Art Roulade ausprobieren, aber einen zarten Baiser rollen? Ich, mit meinen zwei linken Händen? Nee nee, das hätte im Chaos geendet und im besten Fall als Dessert à la Eton Mess (da steckt die Unordnung schon im Namen :-)).

Glücklicherweise für mich gehört zum Backschwestern-Team ja eine Konditormeisterin. Und wenn frau ganz lieb fragt, ob sie vielleicht beim Rollen behilflich sein könnte, dann rollt sich das Ganze schwuppdiwupp.

Nein, natürlich gar nicht schwuppdiwupp, sonst käme es nämlich zum oben beschriebenen Chaos, das ich auch ganz alleine hinbekommen hätte. Nein, so eine Roulade hätte es gerne:  zart, ganz zart! Und oh Mann, während ich das schreibe, hab ich auf einmal einen Ohrwurm. Kennt ihr noch das Lied: „Faust auf Faust“ von Klaus Lage? Kaum waren die Worte „zart, ganz zart“ in die Tasten gehämmert, sang es in meinem Hirn:

Faust auf Faust – hart, ganz hart
Alles das kannst du verdau’n
Doch gib zu, zart, ganz zart
Hat ihre Hand dich umgehau’n
Und das ist hart für Schimi.

Tja, und so kommt es, dass sich ein rauhbauziger, schon 1000 Jahre nicht mehr amtierender Tatort-Kommissar auf einmal in einem Rezept für Baiser-Roulade wiederfindet. Das hätte ihn sicher umgehauen.

Und nun kann ich nur hoffen, dass unsere U40-Leser/innen bei meinem kleinen Exkurs nicht kopfschüttelnd abgerauscht sind. Denen wird wahrscheinlich weder das Lied noch Schimanski was sagen, deswegen mache ich jetzt auch einfach mal weiter und serviere euch nach viel Vorgeplänkel das köstliche Rezept mit einer Baiser-Roulade, die von zarten Händen gerollt wurde.

Wie ihr sie rollt, wisst ihr nun also, nun müsst ihr sie nur noch backen. Und das geht so:

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Zutaten
  • Die Cassis-Curd könnt ihr schon ein paar Tage vorher zubereiten. Auf alle Fälle muss sie abgekühlt sein, bevor ihr sie aufstreicht. Für dieses Rezept braucht ihr zwar nur die Hälfte der Curd, aber wenn man schon mal anfängt, kann man auch gleich mehr machen. Und außerdem kommt in den nächsten Tagen ein weiteres Rezept, in dem ihr diese verwenden könnt.
    Cassis Curd
  • 500 g schwarze Johannisbeeren
  • 120 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • Saft von 1 Zitrone
  • 5 Eigelb Größe M
  • 150 g Butter
    Baiser-Roulade:
  • 5 Eiweiß Größe M
  • 100 g Zucker
  • 1/4 TL Weinstein
  • 150 g Zucker (ich nehme immer hausgemachten Vanillezucker)
  • 1 TL Speisestärke
  • 1/2 Tasse Puderzucker
  • Eine Handvoll Beeren: rote oder schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, was gerade zur Hand ist, ich hatte noch rote Johannisbeeren.
Zubereitung
    Cassis Curd
  • Die Johannisbeeren mit dem Wasser in einem Topf geben und aufkochen, danach leicht köcheln lassen, bis sie zerfallen.
  • Die Früchte in ein Sieb geben und den Saft auffangen.
  • Den Fruchtsaft mit dem Zucker, dem Zitronensaft und der Butter in einen Topf geben und zusammen erhitzen auf ca. 90 Grad. Auf dieser Temperatur 10 min köcheln lassen und anschließend die Eigelb zugeben und weitere 5 Minuten erhitzen.
  • Das Ganze sollte am Schluß eingedickt sein und eine sämige Konsistenz haben, auf keinen Fall zu flüssig, sonst läuft es euch aus der Roulade.
  • Die Cassis Curd abkühlen lassen.
    Baiser Roulade
  • Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  • Die Eiweiße mit dem Weinstein auf mittlerer Geschwindigkeit schlagen.
  • Wenn die Masse leicht schaumig geworden ist, die Hälfte des Zuckers zugeben und auf Höchsstufe weiterschlagen.
  • Wenn sie anfängt weiche Spitzen zu formen, den restlichen Zucker zugeben und schlagen, bis sie Spitzen formt, aber bitte nicht überschlagen.
  • Den Zucker und die Stärke mischen und portionsweise zum Einschnee geben und weiterschlagen.
  • Wenn die Masse kompakt ist und schön glänzt ist sie fertig.
  • Die Masse auf ein mit Backpapier ausgeschlagenes Backblech geben und gleichmäßig verstreichen.
  • Ca. 8 Minuten bei 180 Grad backen (bitte im Auge behalten, es sollte sich nicht zu stark verfärben). Dann die Temperatur auf 150 Grad herunterdrehenn und weitere 15 Minuten backen.
  • Aus dem Backofen nehmen und noch 5 Minuten auf dem Blech auskühlen lassen.
  • Legt euch einen Bogen Backpapier bereit und bestreut ihn großzügig mit dem Puderzucker.
  • Den Baiserboden umdrehen und auf den Puderzucker legen.
  • Das nun oben liegende Backpapier ganz vorsichtig abziehen und die Platte mit einem leicht feuchten Geschirrtuch bedecken und abkühlen lassen.
  • Anschließend die Hälfte der Cassis-Curd mit einem Palette oder einem Teigschaber auftragen. Bitte nicht zu dick auftragen, sonst lässt sich das Ganze nur noch schwer rollen.
  • Lasst an den Seiten und am unteren Ende einen Rand von 1 - 2 cm.
  • Auf die Curd gebt ihr nun noch eine Handvoll Beeren.
  • Nun wird das Ganze zart, ganz zart von der oberen langen Seite her aufgerollt, in dem ihr das Backpapier langsam zu euch zieht und die Rolle immer wieder ein wenig andrückt.
  • Jetzt wisst ihr auch, warum ich das kleine Video gemacht habe. Es fällt mir einfach sehr schwer zu beschreiben wie es geht.
  • Die fertige Rolle für eine gute Stunde kühl stellen und vor dem Servieren nach Belieben verzieren.
https://backschwestern.de/2018/08/02/baiser-roulade-mit-cassis-curd/

Baiser Rolle Meringue

Ich hoffe, unser Rezept gefällt euch. Und denkt dran beim Rollen: zart, ganz zart!

 

Liebe Grüße

 

Andrea

2018-08-02T08:20:31+00:0002.08.2018|Allgemein, Kuchen & Torten, Sommer|

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Ein Kommentar

  1. Silvia 2. August 2018 um 9:29 Uhr - Antworten

    Danke für den Ohrwurm!
    Jogannisbeerkuchen mit Baiser war als Kund mein Lieblingskuchen. Aber immer mit Mürbteigboden. Dies ist eine sehr schöne Variante!
    Viele Grüße
    Silvia

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