Cakepops Beginners

Backschwester Vicky hat euch in unserem Blog ja schon mit vielen tollen Deko-Ideen für Cakepops versorgt, aber was bisher gefehlt hat, war ein: „Cakepops for Beginners“. Denn vor zuckersüß dekorierte und schmeckende Cakepops haben die Backgötter viel Schweiß, Mühe und Fallen gestellt.

Daher hier eine Schritt für Schritt Anleitung.

Zutaten:

 

Für den Teig:

1 Rührkuchen ca. 600 g (am schnellsten als Backmischung oder eigenes Rezept)

 

Für das Frosting:

  • 120 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 250 g Frischkäse

 

 Zum dekorieren

  • 250 g Cake Melts oder Glasur
  • Palmin oder ein anderes neutrales Fett
  • Ca. 30 Stäbe für Cakepops
  • Dekomaterial: Glitzerzucker, Smarties, kleine Gummibärchen etc.

Zutaten Cake Pops

Utensilien:

  • Waage
  • Kastenform für Rührkuchen
  • Rührschüssel
  • Platte zum zwischenlagern der runden Teigkugeln
  • Kleiner Topf fürs Wasserbad
  • Eine Tasse (am besten ohne Henkel) zum auflösen der Glasur
  • Holzlöffel zum umrühren
  • Jede Menge Teelöffel
  • Ein Tablett
  • Ein Styroporklotz 30 x 15 x 5 cm
  • Alufolie (falls ihr den Styroporklotz ansprechend verkleiden wollt)

Aber die allerwichtigsten Zutaten sind Zeit und Geduld.

Ihr braucht viel Zeit. Ich hab es leider nicht gestoppt, aber so mal nebenher lassen sich Cakepops nicht machen. Alleine, dass die Masse über Nacht stehen sollte, verlängert die Fertigstellung doch erheblich.

Zubereitung:

Einen Rührkuchen (ca. 600 g) nach eurem Rezept oder Anleitung auf der Backmischung fertigstellen. Ich habe unsere Backmischung für Schokokuchen genommen. Mit der Mischung ist der Kuchen ratzfatz angerührt und im Ofen.

Den fertigen Kuchen gut abkühlen lassen und danach klein krümeln, so fein es möglich ist.

Die Butter schaumig rühren und den Puderzucker dazugeben und unterrühren. Am Schluss den Frischkäse dazugeben.

Dieses Frosting zum klein gekrümelten Kuchen geben und gut vermischen. Am besten geht das mit der Hand. Gebt das Frosting nach und nach dazu, damit ihr ein Gefühl für den Teig bekommt. Ist erst mal zuviel drin, wird’s schwieriger…

Denn hier ist die erste Stelle an der das Projekt Cakepops das erste Mal schief gehen kann. Der Teig darf nicht zu weich werden, sonst hält er nachher nicht auf den Stäbchen oder er löst sich in der Glasur. Er darf aber auch nicht zu trocken sein.

Ihr solltet schöne elastische Bällchen damit formen können, die nicht zuuuu klebrig sind. Zur Not den Teig nochmal für eine viertel Stunde in den Kühlschrank.

Aus der Masse kleine Kugeln formen, ca. 3 cm Durchmesser und auf eine Platte legen. Bei der Größe der Kugeln lauert Fehler Nummer 2: sind die Kugeln zu groß, sind sie eventuell zu schwer für die Stäbchen, die sie tragen sollen.

Die perfekt geformten 🙂 Kugeln dann am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen, oder für ganz eilige, 15 Minuten im Gefrierschrank gehen wohl auch (hab ich allerdings nicht selbst ausprobiert). Bitte nehmt die Kugeln ca. 10 Minuten vor dem Verzieren aus dem Kühlschrank, sonst erntet ihr unter Umständen unschöne Risse in der Glasur.

So und jetzt kommt der Part an dem es dann nochmal so richtig schief gehen kann.

Bevor wir zum schönsten Arbeitsschritt, dem Verzieren kommen, kann ich euch nur ans Herz legen, euch alle Utensilien vor dem Verzieren zurecht zu legen und die Schritte die kommen, gut zu durchdenken (und ich hoffe, ich hab jetzt nichts vergessen).

Also:

Einen Styroporblock mit den ca. Maßen 30 x 15 x 5 cm bereitlegen und die Stiele schon mal reinstecken. Achtet darauf, die Abstände so zu wählen, dass die Kugeln sich nachher beim auskühlen nicht berühren.

Dekomaterial bereitstellen. Am besten ihr füllt kleine Mengen des Dekomaterials auf Unterteller oder ähnliches, Ich würde es nicht direkt aus dem Streuer auf die Cakepops geben, da man so nicht so gut dosieren kann wie mit den Fingern oder einem Teelöffel.

Stellt die Teller mit dem Material am besten auf ein großes Papiertuch oder ein Tablett und legt euch einige Teelöffel bereit. Beim dekorieren verschmiert man die mal gerne und will dann nicht wieder ins Dekomaterial damit eintauchen…

So nun einen kleinen Topf auf den Herd und mit Wasser füllen (ca. 5 cm) und erhitzen. Ich hab statt der üblichen Gefäße fürs Wasserbad eine Tasse ohne Henkel genommen. Da ist der untere Durchmesser nicht so groß und man muss weniger Masse erhitzen, um die Cakepops richtig eintauchen zu können.

In die Tasse die Schokolade, die Glasur oder die Cake Melts geben, je nachdem mit was ihr eure Cakepops überziehen wollt. Cake Melts sind schon klasse, aber nicht ganz so einfach, wie auf der Packung beschrieben. Um eine wirklich schön flüssige Masse zu bekommen, braucht ihr unbedingt noch etwas geschmachsneutrales Pflanzenfett, ich hab Palmin genommen. Für eine Menge von 250 g Cake Melts eine Stück Palmin (so groß wie ein Hefewürfel). Danke für diesen Tipp an Vicky. Ohne sie wäre es spätestens an dieser Stelle schief gegangen.

Denn hier lauert der nächste Fehler: die Masse wird nicht geschmeidig und flüssig genug. Und natürlich achtet ihr darauf, dass nicht auch nur ein Tropfen Wasser in die Glasur gerät, denn sonst könnt ihr die schöne Glasur direkt wegkippen. Deswegen auch nur 5 cm Wasser in den Topf.

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So die Cake Melts schmelzen, ihr rührt schön um und dann ist er endlich da: Der Moment aus dem aus schnöden Kuchenkugeln, die schönsten Cake Pops werden, die die Welt je gesehen hat (ok, vielleicht noch nicht beim ersten Mal).

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Ihr tunkt zuerst den Stiel 1 cm tief in die Glasur und erst dann in die Kuchenkugel, denn so halten sie besser. Und dann kommen die Kuchenkugeln in die Glasur. Achtet darauf, dass die Glasur gut abtropft, sonst kommt das nächste Malheur, die Glasur läuft den Stiel herunter oder es bilden sich unschöne Verdickungen.

Bevor ihr nun den Dekozucker, Schokolinsen oder was auch immer zum verzieren aufbringt, bitte wartet bis die Glasur nicht mehr ganz so heiß ist, sonst schmilzt euch alles und der schöne Effekt ist weg. Hier ist die Kunst den richtigen Zeitpunkt zwischen „zu heiß und gerade noch weich genug, damit die Deko haftet“ zu finden.

Cakepops

So und nun sind eurer Kreativität eigentlich keine Grenzen mehr gesetzt.

Leider war ich so mit ausprobieren beschäftigt (es war auch mein erstes Mal), dass ich total vergessen habe, immer mal wieder Fotos zu machen, daher ist der Beitrag nicht so gut bebildert wie er sein sollte. Beim nächsten Mal hole ich das nach, denn eins ist sicher:  Cakepops backen macht super viel Spaß und es juckt mich in den Fingern, viele Geschmacksrichtungen und Verzierungen auszuprobieren und auch bei den Glasuren neue Wege zu gehen.

Also, schaut öfter mal vorbei.

Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Backcoach Vicky, die mich nicht nur mit super Tipps sondern auch mitCakemelts versorgt hat.

Eure Backschwester Andrea

 

PS: So sehen übrigens meine Erstlingswerke aus:

 

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