Würde ich jemals eine Mottoparty schmeißen, dann wäre das Thema ganz sicher: Alice im Wunderland. Die Figur und die Geschichte haben mich schon immer fasziniert. Ganz besonders liebe ich natürlich die Teestunde des verrückten Hutmachers. Und die Teestunde ist immer:

»Es ist nun immer 6 Uhr!«

Dies brachte Alice auf einen klugen Gedanken. »Darum sind wohl so viele Tassen hier herumgestellt?« fragte sie.

»Ja, darum«, sagte der Hutmacher mit einem Seufzer, »es ist immer Teestunde, und wir haben keine Zeit, die Tassen dazwischen aufzuwaschen.«

»Dann rückt ihr wohl herum?« sagte Alice.

»So ist es«, sagte der Hutmacher, »wenn die Tassen genug gebraucht sind.«

 

Wenn ihr den Film oder das Buch kennt, dann habt ihr ihn sicher vor Augen, diesen überladenen und chaotischen Tisch (bei uns würde man Kaffeetafel sagen und btw. sagt man das heute eigentlich noch?) mit lauter Tassen und Tellern, die nicht zueinander passen, Teekannen mit drei Ausgießern und natürlich jeder Menge Kuchen.

Wobei wir beim Thema wären: chaotischer Tisch, Tassen, die nicht zusammen passen und Kuchen. Oft ist es so, dass ich – wenn ich backe- noch gar nicht weiß, wie ich den Kuchen nachher in Szene setzen werde, oder dass ich kurzerhand alles umwerfe (also im übertragenen Sinne) und doch ein anderes Geschirr oder eine andere Stimmung für das Foto wähle. Und genau so war es hier.

Der Scones-Schneckenkuchen sollte eigentlich nur nett auf einer Etagere präsentiert werden, aber dann kam da noch eine Tasse dazu und dort noch eine Teekanne und auf einmal stand meine wundervolle Teekanne mit der Originalzeichnung von John Tenniel auf dem Tisch. Von da an gab es kein Halten mehr und immer mehr wanderte auf meine kleinen Gartentisch. Ich hoffe, Rezept und Arrangement gefallen euch.